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Saattypen

Gemüse, Kräuter und Blumen säen für Anfänger

Bei Saaten gibt es 3 verschiedene Arten: Lichtkeimer, Dunkelkeimer und Kaltkeimende Samen. Beachte dazu unbedingt die Angaben auf der Samenpackung, auch die Keimtemperatur ist ausschlaggebend für deinen Erfolg!

Lichtkeimer:

Lichtkeimer keimen nur bei Licht, das heisst, solche Samen dürfen nicht mit Erde abgedeckt werden.

Dunkelkeimer:

Keimen nur, wenn sie mit so viel Erde abgedeckt werden, wie die Samen dick sind.

Kaltkeimer:

Brauchen einige Zeit der Ruhe an einem kalten Ort, zum Beispiel im Kühlschrank oder im Winter draussen an einem geschützten Ort, und werden vorzugsweise im Winter ausgesät. Unter den Kaltkeimenden Pflanzen finden sich viele Stauden, also vor allem mehrjährige Pflanzen, welche oft auch sehr anspruchsvoll in der Keimung sind.

Tipp:

Für eine bessere Keimung und gegen erste Pilzkrankheiten empfehle ich dir, die Samen, 8 Stunden in erkaltetem Kamillentee zu baden und dann wie auf der Packung beschrieben auszusäen.

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Saatgefässe:

Als Saatgefässe eignen sich Saatschalen, leere Eierkartons, oder auch kleinere Töpfchen mit max. 7 cm Durchmesser. Wichtig ist dabei, dass überschüssiges Wasser abziehen kann und das verwendete Gefäss max. 5 cm hoch ist. Zu grosse Gefässe sind schwieriger zum Wässern, weil die jungen Pflänzchen weniger Wasser brauchen als ausgewachsene Exemplare.

Saaterde:

Die Erde für Aussaaten muss nährstoffarm sein, am besten eignet sich dafür spezielle Aussaaterde.

Vorgehensweise:

  1. Fülle dein Gefäss mit Erde und drücke die Erde leicht an. Durch das Andrücken schwemmt weniger Erde aus dem Töpfchen, wenn du das erste Mal wässerst. Die oberste Erdschicht sollte möglichst eben sein. 
  2. Wässere deine noch leeren Töpfchen vorsichtig mit einer feinen brause.
  3. Nun beginnst du mit der Saat, beachte dabei die Licht- und Dunkelkeimer.
  4. Dunkelkeimer werden je nach Saatgutgrösse direkt in die Erde gesteckt oder auf die Oberfläche gesät und dann mit einer fein gesiebten Erdschicht gedeckt.
  5. Die Gefässe an einem hellen Ort mit der gewünschten Keimtemperatur hinstellen. Täglich kontrollieren, ob die oberste Erdschicht noch feucht ist, falls nötig mit einer feinen Brause oder einem Handsprüher wässern. Benötigt die Saat eine höhere Temperatur oder höhere Luftfeuchtigkeit als die vorhandene, kannst du die Saat nachts mit einer Glasscheibe abdecken oder ein Mini-Anzuchthaus besorgen.
  6. Wenn die Samen gekeimt sind, das zweite Blattpaar vorliegt und die Wurzeln bereits gut entwickelt sind, können die Jungpflanzen bei ausreichend hoher Außentemperatur in den Garten oder den Topf gepflanzt werden. Es ist wichtig, die Jungpflanzen an einem bedeckten Tag zu setzen, da sonst die zarten Blätter schaden nehmen.
  7. Falls eine Direktsaat ins Freiland möglich ist, empfehle ich dir immer diese Variante, denn im Garten kannst du die natürliche Umgebung nutzen und etwa Schnittsalat oder Blumen unter Pflanzenblättern keimen lassen. Dort ist die Erde feuchter und der neue Keimling bleibt vor der Sonne geschützt, bis er widerstandsfähig genug ist und sich seinen Weg zum Licht sucht.
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